Facebook Werberichtlinien – Das ist zu beachten!

Facebook hat klar definierte Werberichtlinien, die von Usern einzuhalten ist. Jede Werbeanzeige wird geprüft, bevor diese online geht. Es gilt einige Dinge zu beachten, hier sind die wichtigsten zusammengefasst.

1. Bild und Text – weniger ist mehr.

Zu Beginn wurde von Facebook kein Bild gestattet, das einen Textanteil von mehr 20% besitzt, es wurde weder auf Instagram noch auf Facebook als Werbeanzeige genehmigt. Inzwischen sind diese Bestimmungen etwas aufgelockert, jedoch noch immer mit einem Haken verbunden: Die Reichweite der Anzeige wird durch Facebook sofort eingeschränkt, falls das Bild zu mehr als 20% Text besteht. Nicht nur diese Bestimmungen, sondern auch die Gefahr mit zu viel Text vom Bild abzulenken, sollte Sie dazu motivieren, am besten garkeinen Text in Ihre Werbebilder einzubauen.

Ratsam ist es, den zum Bild zugehörigen Text direkt im Beitrag einzufügen. Anzeigen dieser Art sind nicht nur günstiger, sondern bekommen auch eine bessere Reichweite. Fall es jedoch zwingend notwendig sein sollte, Text im Bild unterbringen zu müssen ist es sinnvoll diesen auf einen kleine Bereich zu beschränken bzw. die Schriftgröße möglichst klein zu halten. Die Überprüfung des Bildtextes umfasst 4 Abstufungen, von OK bis hoch( =Anzeige wird womöglich nicht geschaltet). Bei sogenannten „Carousel Ads“, also mehrere Vorschaubilder, wird jedes dieser Bilder auf die Richtlinien überprüft und führt im Fall eines Verstoßes zur Einschränkung der gesamten Anzeige.

2. Sind Ausnahmen die Regel?

Ausnahmen werden bei Facebook automatisch gemacht und nicht manuell bearbeitet.
Diese Ausnahmen sind beispielsweise Produktbilder mit Text auf Etiketten, Bucheinbände oder Rechtstexte wie Nutzungsbedingungen.

Als voller Text jedoch werden Zahlen, Logos und Wasserzeichen gewertet. Ob ein Bild über zu viel Textanteil verfügt bzw. welche Bewertung es erhält kann man unter einem Link ganz einfach überprüfen:

https://www.facebook.com/ads/tools/text_overlay

Ebenso bezahlte Videoanzeigen, bzw. das Miniaturbild der Videos wird von Facebook auf das Text/Bildverhältnis überprüft.

3. Videoanzeigen

Videoanzeigen etc. dürfen nicht störend sein oder „unterbrechende Taktiken“ enthalten. Blinkende Bildschirme oder ähnliche Inhalte könnten Epilepsie auslösen und sind absolut zu vermeiden. Außerdem sind Autorisierungen in schriftlicher Form für Inhalte volljähriger Zielgruppen für TV Sendungen, Filmtrailer oder Videotrailer notwendig.

Die übertriebene Wiedergabe von folgenden Inhalten ist nicht zugelassen:
Alkohol- oder Drogenkonsum
nicht jugendfreie Inhalte
Anstößigkeiten
Blut oder Gewalt

4. Facebook Markenzeichen verwenden

Bezugnehmend auf die Verwendung von Facebook Markenzeichen gilt es strenge Regeln und Vorschriften einzuhalten.
Der Begriff „Facebook“ ist mit großem Anfangsbuchstaben zu schreiben, außer er ist Teil einer Webadresse und darf nicht durch das Logo ersetzt werden. Das Wort „Facebook“ darf sich weder durch Schriftgröße oder Schriftart vom restlichen Text abheben und nur als Verb oder Abkürzung verwendet werden, nicht jedoch als Plural. Bei der Verwendung des Logos gibt es ebenso strenge Richtlinien.

5. Beschränkte und verbotene Inhalte

Zu eingeschränktem bzw. verbotenem Content gehören u.a. illegale Dienstleistungen, Produkte, Tabakwaren und Tabakutensilien, Drogen, Medikamente, unsichere Nahrungsergänzungsmittel, Waffen, Sprengstoff und dergleichen.
Facebook akzeptiert keine Diskriminierung von Personen aufgrund Ihrer Herkunft, Hautfarbe, Religion, sexueller Orientierung usw. Allerdings ist all dies größtenteils auch durch das Österreichische Gesetz abgedeckt und verboten.
Ausgenommen von dieser Einschränkung sind beispielsweise jedoch Werbeanzeigen wie etwa, Anti Raucher- oder Drogenberatungen, Verhütungsmittel bzw. Produkte zur Familienplanung.
Content, der u.a. gegen Urheber-, Datenschutz-, Eigentums- oder Markenrechte verstößt ist ebenso unzulässig.

Inhalte sind der Altersgruppe anzupassen, nicht jugendfreie Inhalte wie Nacktheit, Personen in eindeutigen Posen oder Handlungen mit provokanter Absicht sind allerdings ausnahmslos verboten. Auch Nacktheit in Zusammenhang mit Kunst oder zu pädagogischen Zwecken ist absolut untersagt.

6. Reisserischer Content

Reisserischer Content bedeutet, dass Inhalte mit respektlosem, schockierendem oder sensationsgierigem Inhalt in Werbeanzeigen gänzlich untersagt sind. Auch die Darstellung von bspw. Autounfällen oder Schusswaffen ist verboten.

Werbeanzeigen und Landing Pages

Zu einer Ablehnung der Anzeige kommt es ebenfalls bei einer nicht funktionierenden Landing Page – Diese werden als Fehlerseiten oder als Seiten, die sich im Aufbau befinden gewertet. Landing Pages müssen zu den mit den Anzeigen zusammenhängenden Produkten oder Dienstleistungen stehen, es darf keine automatische Weiterleitung zu JPGs oder PDFs stattfinden. Auch eine Weiterleitung zu Links mit automatischem Download sind verboten. (Audiomaterial, Animationen, Streams,..)

7. Außerdem verbotener Content

Strengstens untersagt sind ebenso: Überwachungsgeräte, Sofortkredite oder Bargeldvorschuss, gefälschte Dokumente wie Pässe oder Universitätsabschlüsse und dergleichen.
Auch in Texten oder Bildern der Anzeige darf ein anstößiger Inhalt enthalten sein – obszöne Wörter dürfen weder abgekürzt oder mit Symbolen kombiniert werden!

8. Irreführende Werbung

Werbung für Produkte mit unrealistischen Ergebnissen, oder aber auch vorher-nachher Bilder die offensichtlich irreführend sind, werden von Facebook nicht geduldet. Bei Abnehm- bzw. Fitnessprodukten sind Werbeanzeigen zulässig, allerdings nur für Altersgruppen über 18 Jahre.
Abonnements, d.h. Werbung für Produkte die zu Beginn kostenlos sind und später in kostenpflichtige Produkte umgewandelt werden unterliegen genauen Facebook Vorschriften.

9. Länder und Branchen – Werbeverbote

Restricted Content bedeutet, dass Inhalte nicht zur Gänze verboten, sondern eingeschränkt bzw. mit gewissen Vorschriften verbunden sind. Lokale Gesetze und Alters- oder Zielgruppen spielen hier eine Rolle. So ist beispielsweise Werbung für Alkohol in Ländern wie in der Türkei, Russland, Norwegen, Ägypten, UAE, .. verboten.
Ein besonderer Fall stellt auch Onlinedating dar. Hier ist eine schriftliche Genehmigung mit vorhergehender Überprüfung durch Facebook notwendig.

10. Auswahl von Zielgruppen

Im Fall von Onlinedating darf sich die Werbung nur an Personen mit Beziehungsstatus Single oder Nicht angegeben richten, außerdem muss die Zielgruppe zumindest 18 Jahre alt sein.

Online Glücksspiele erfordern wie Onlinedating eine Genehmigung durch Facebook und ein genaues Targeting der Altersgruppe.

Werbung für verbotene Nahrungsergänzungsmittel wie anabole Steroide oder Hormone sind strikt untersagt. Zu restricted, also eingeschränktem Content zählen jedoch Produkte wie Diätprodukte oder Nahrungsmittel auf pflanzlicher Basis. Auch Personen dieser Zielgruppe müssen mindestens 18 Jahre alt sein.

Onlineapotheken dürfen nur nicht verschreibungspflichtige Medikamente bewerben, eine vorhergehende schriftliche Genehmigung durch Facebook ist auch hier notwendig.

Zugelassene Institute (Finanzdienstleitungen, Kreditkartenregistrierung) müssen auf ihrer Landing Page ausreichend Informationen über dieses enthalten (Zinsen, Gebühren). Anzeigen dieser Art dürfen weder irreführend noch zugänglich für Personen unter 18 Jahren sein.

Ein sogenanntes Marken Inhalte Tool ist bei Anzeigen für Anzeigen oder Produkte gewisser Marken zu verwenden. (Produktplatzierung, Sponsoring, Logos,..)

11. Werbeanzeige abgelehnt – was tun?

Nach einer Überprüfung bzw. einem negativem Bescheid über die Veröffentlich einer Werbeanzeige erhält man eine Email mit den dafür angeführten Gründen. Die Anzeige kann anschließend überarbeitet und noch einmal zur Überprüfung freigegeben werden. Auch kann ein Einspruch mittels eines Formulares gegen diesen Bescheid eingebracht werden.